Zweimal fiel ich. Und ein drittes Mal

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die Radiolounge am 9. Dezember 2008, 21 Uhr 

Zweimal fiel ich. Und ein drittes Mal
Drogenhimmel/Drogenhölle

Ein Feature von Ingrid Strobl

Harte Drogen werden assoziiert mit Sucht, Elend, Kriminalität. Sie katapultieren ihre Konsumenten in den Himmel des Rausches. Und schleudern sie in die Hölle der Sucht. Doch sie haben auch Literatur und Musik beeinflusst, sie ziehen sich als Subtext durch die europäische und amerikanische Kulturgeschichte.

Im frühen 19. Jahrhundert schrieben Thomas de Qunicey und Samuel Taylor Coleridge über die Wonnen und Qualen des Opiums. Die Werke William S. Burroughs´, des berühmtesten Junkie der neueren Literatur, prägten die Beat Generation, Rockpoeten wie Lou Reed und Patti Smith und junge Lyriker wie Jim Carroll, der selbst heroinabhängig war. Charlie Parker, John Coltrane und Billie Holiday transformierten ihre Heroinsucht in Musik. Kokain inspirierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Schriftsteller, Maler, Musiker. Später die Synopsen der Win-Win-Gesellschaft. Literaten, Ex-Junkies, Musik- und Drogenexperten stellen sich dieselben Fragen: Gibt es ein Recht auf den Himmel des Rausches? Und warum gelingt es so wenigen der Suchthölle zu entfliehen?

Es sprechen: Karin Neuhäuser,Peter Moltzen, Thomas Mahmoud,Karl Lippegaus,Haydar Zorlu

Technische Realisation: Patrick Huth, Gertrudt Melcher, Tom Werner
Regieassistenz: Ariane Kessissoglou
Regie: D.W. Meissner
Redaktion: Gisela Corves

Eine Produktion des Westdeutschen Rundfunks 2008